Besenreisern und Krampfadern
Für vielen Menschen sind Besenreiser und Krampfader das Gleiche. Dies ist aber nicht so. Denn es gibt deutliche Unterschiede.
Krampfadern werden in der Medizin als Varizen bezeichnet. Bei Krampfadern handelt es sich um oberflächlich erweiterte und geschlängelte Venen, die sich in den Beinen befinden. Unsere Venen haben die Aufgabe das Blut wieder zurück zum Herzen zu pumpen. An den Venen befinden sich die Venen- oder Ventilklappen, diese sorgen dafür, dass das Blut nicht in die falsche Richtung gepumpt wird. Leiden Betroffene nun unter einer Venenschwäche und es kommt zu einer körperlichen Belastung, halten die Venenwände die Spannung nicht mehr und geben einfach nach. So ist nun auch die Funktion der Venenklappe einfach nicht mehr gewährleistet. Infolgedessen kommt es nun zu einer Blutstauung und auch Wasseransammlungen in dem umliegenden Gewebe. Nun sind die oberflächigen Krampfadern gut zu sehen und auch zu ertasten. Befinden sich Krampfadern im tieferen Venensystem, so lässt sich dies nur durch einen Arzt diagnostizieren.
Besenreiser hingegen sind eher harmlos und stellen für die Betroffenen Frauen meist nur ein kosmetisches Problem da, welches aber auch nicht verharmlost werden sollte. Besenreiser können aber in einigen Fällen auch auf eine Neigung zu Krampfadern hindeuten. Damit aber bei Besenreisern eine Abflussstörung oder auch tief liegende Krampfadern ausgeschlossen werden können, sollte man Besenreiser trotz allem ärztlich untersuchen lassen.
